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Die Konjunktivitis ist eine gut kurierbare Krankheit

Die Konjunktivitis ist eine gut kurierbare Krankheit

Die Konjunktivitis oder Bindehautentzündung ist je nach Ausprägung eine sehr unangenehme Angelegenheit. Immer dann, wenn die Augen betroffen sind, leiden Patienten besonders stark. Die Augenärzte schaffen allerdings schnell Abhilfe. Sie arbeiten mit modernsten Methoden und Therapien, um diese Infektion so schnell wie möglich auszuheilen. Trotzdem kann es sein, dass Erkrankungen wie die Bindehautentzündung eine lange Zeit benötigen, bis sie komplett verschwunden sind. Was Mediziner raten und du selbst tun kannst, um einer Bindehautentzündung zu Leibe zu rücken, darüber informieren wir dich im Folgenden ausführlich.

Was ist mit dem Fachbegriff Konjunktivitis gemeint?

Die Konjunktivitis ist eine Entzündung (Die Endung-itis weist darauf hin). Involviert ist die Bindehaut oder die Tunica konjunktiva. Bindehäute sind im Körper überall zu finden, allerdings geht es bei der Konjunktivitis um die Gewebestrukturen der Sehorgane. Eine Sonderform der Konjunktivitis ist die sogenannte Keratokonjunktivitis. Weitere Ausprägungen werden nach der jeweiligen Ursache unterschieden.

Welche Faktoren können eine Bindehautentzündung hervorrufen?

Eine Konjunktivitis kann eine Folge verschiedener Einflüsse sein. Das sind überwiegend:

  • Mechanisch bedingte Konjunktivitiden:
  1. Lufttrockenheit
  2. Staub- oder Rauchbelastung der Luft
  3. Reibung
  • Allergene:
  1. Stäube (Blütenpollen, Arzneimittel, Nahrungsmittel, Kosmetika)
  2. vermehrte Freisetzung von Histamin im Organismus
  • Bakterielle Keime:
  1. Kugelbakterien wie Strepto-, Pneumo- oder Staphylokokken (-kokken sind immer kugelförmig) Diese Bakterien sind ebenso Verursacher anderer infektiöser Erkrankungen)
  2. Gonokokken (übertragen durch die Erreger der Gonorrhoe oder Tripper)
  3. Erreger der Diphtherie
  • Viren und Pilze

  • Chlamydien (häufig auch bei Katzen und Hunden)

Chlamydien haben beim Menschen eine Bedeutung bei einigen über Geschlechtsverkehr übertragbaren Krankheiten. Nicht selten erleiden Kontaktlinsenträger eine Konjunktivitis, wenn die Sehhilfen nicht sauber und antibakteriell aufbewahrt werden. Auch ein zu langes Tragen der Kontaktlinsen kann eine Reizung der Konjunktiva und damit eine Konjunktivitis fördern.

Wie treten Augenkrankheiten wie eine Bindehautentzündung in Erscheinung?

Die Symptome einer Konjunktivitis sind relativ typisch. Diese Augenkrankheit lässt sich oftmals sogar schon von medizinischen Laien erkennen. Du bemerkst eine Konjunktivitis beispielsweise:

  • an der vermehrten Sekretion (teilweise verklebte Augenlider)
  • an einem Fremdkörpergefühl
  • am Auftreten von Knötchen oder Verhärtungen
  • Rötung, Schwellung, Überwärmung und Schmerzhaftigkeit
  • erhöhtem Tränenfluss
  • Juckreiz
  • Abneigung gegen Licht
  • vermehrtem Kneifen der Augenlider

Die Patienten klagen je nach Intensität der Konjunktivitis zusätzlich über brennende Schmerzen und eine verengte Lidspalte, was das Sehen merklich einschränkt.

Wie geht die Infektion vonstatten?

Nachdem es durch Schmierinfektion zum Einbringen der Krankheitskeime gekommen ist, wird das körpereigene Immunsystem aktiv. Es versucht, die Erreger zu beseitigen. Dabei kommt es zu einer Erhöhung der Durchblutung und den klassischen Beschwerden. Augenärzte klären die Patienten immer wieder dahingehend auf, dass eine Konjunktivitis übertragbar ist. Und das von Mensch zu Mensch und von Tier zu Mensch (Zoonose). Die Inkubationszeit (vom Zeitpunkt der Ansteckung bis zum Ausbruch der Konjunktivitis) bewegt sich zwischen 5 bis 6 Tagen und etwa 2 bis 3 Wochen. Diese Zeit variiert in Abhängigkeit von Alter, der Stärke der immunologischen Abwehr, der Konstitution und dem Ausmass des Erregerkontaktes.

Welche Möglichkeiten haben Augenärzte für die Diagnose der Konjunktivitis?

Natürlich basiert das Erkennen dieser Augenerkrankungen zunächst auf deinen eigenen Wahrnehmungen. Damit begibst du dich zum Arzt. Augenärzte nehmen bei der Konjunktivitis ebenfalls eine äusserliche Begutachtung vor. An diese schliesst sich eine Anamnese sowie eine Untersuchung mit geeigneten Geräten an. Dabei geht es um:

  1. Sehschärfe bestimmen
  2. Visus beurteilen
  3. Schleimhäute anschauen
  4. Untersuchungen der Lidkante, der Meibom-Drüsen der Tränengänge, der Konjunktiva und der Kornea

Ziel ist dabei die Differenzierung zu anderen ophthalmologischen Erkrankungen. Die Spaltlampendiagnostik ist somit auch ein Ausschlussverfahren von Ödemen (Wasseransammlungen) in der Konjunktiva sowie von Follikeln oder Vernarbungen der Bindehaut. Zusätzlich kann ein mikrobiologischer Labornachweise der Erreger durch Sekret Klarheit bringen. Darüber hinaus existiert eine Fülle weiterer diagnostischer Techniken. Vor allen Dingen bei einer Konjunktivitis, die einen chronischen Verlauf nimmt, muss ein Ophthalmologe konsultiert werden.

In welcher Weise können solche Erkrankungen therapiert werden?

Da sich eine Konjunktivitis relativ einfach erkennen lässt, kann die Behandlung der Bindehautentzündung zeitnah eingeleitet werden. Je nach Ursache werden spezielle Arzneimittel verordnet:

  • Bakterien: Antibiotika (Augentropfen, Salben, Tabletten, Gels)
  • Viren: Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren (in Kombination mit Kortikosteroiden (Tropfen, Tabletten) und Antibiotika
  • Allergene: Kortison (Augentropfen, Tabletten, Salben), Hypersensibilisierung

Liegt eine Verletzung zugrunde oder ist ein Fremdkörper für die Konjunktivitis verantwortlich, muss dieser zunächst durch Augenärzte entfernt werden. Gegen trockene Sehorgane helfen sogenannte Tränenersatzprodukte. Diese werden mit Hyaluron versetzt, wodurch eine anhaltende Befeuchtung erzielt werden kann. Bei einer Bindehautverletzung helfen minimalinvasive operative Eingriffe oder eine Ruhigstellung des Augenkörpers in Kombination mit Medikamenten.

Was können Patienten selbst zur Linderung der Beschwerden beitragen?

Damit eine Konjunktivitis abklingt, dauert es unter Umständen recht lange. Daher solltest du dich in Geduld üben. Bei einer Verklebung der Lider kann mit einem feucht-warmen Taschentuch eine sanfte Reinigung vorgenommen werden. Erst danach werden die Tropfen appliziert. Wenn nicht anders verordnet, ist es vorteilhaft, die Anwendungen immer vor dem Schlafengehen vorzunehmen. Das hat damit zu tun, dass danach die Sicht durchaus eingeschränkt ist. Bitte verwende keine Kamillenkompressen. Kamille trocknet die Bindehäute aus und ruft Allergien hervor, was sich ungünstig auf die Heilung der Konjunktivitis auswirkt.

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